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Laufsport: LG Ultraläufer Michael Kohlbrok beendet seinen ersten Rennsteiglauf in 2008
Auch Probleme stoppen Michael Kohlbrok nicht
Warburg/Schmiedefeld(als). Nach langer Vorplanung und mehreren kürzen Ultraläufen ging Michael Kohlbrok sein Saisonhöhepunkt „GutsMuths Rennsteiglauf 2008“ an. 72,7 äußerst anspruchsvolle Kilometer, über den bekannten Höhenwanderweg, warteten auf den Warburger.
Schon zur unchristlichen Zeit, um 2:30 Uhr morgens, ging der Wecker für den LG Ultraläufer. Nach einem guten Frühstück geht es per Bus zum Startort Eisenach. Punkt 6 Uhr fiel dann der Startschuss und die ersten Meter führten Michael Kohlbrok durch die Gassen Eisenachs bevor es ins Grüne ging. Schon bekannt ließen die Steigungen nicht lange auf sich warten und nach und nach ging es nicht steil aber stetig bergauf, jeder Steigung folgt auch mal ein Passage bergab. So geht es die ersten gut 25 Kilometer munter weiter, zwischendurch werden die Streckenteile auch mal anspruchsvoller – Geröll und Wurzeln erfordern von dem Warburger volle Konzentration. Oben an der „Bergankunft“ Inselberg geht es dann genauso steil bergab wie hoch. „Steil, viel zu steil zum laufen. Jeder Schritt schlägt in die Muskulatur“, so Michael, der sich begeistert zeigt von der Verpflegung an der Strecke. Kilometer 35 bis 40! Mit der angestrebten Zeit von unter 7 Stunden wird es wohl knapp aber solang es so weiter geht wird es ein prima „Lauferlebnis“. Langsam werden die Beine schwerer – aber nicht ungewöhnlich nach knapp 45 Kilometer, an Steigungen nimmt der Premiereläufer das Tempo ein bisschen raus.
Das stark wellige Profil zieht sich über den gesamten Streckenabschnitt fort und dann ist auch, nach einer leichteren Passage, der Kilometer 55 absolviert. Dann beginnt für den Ultraläufer das persönliche Drama! Der Rücken fängt kurz vor Kilometerschild 60 an zu schmerzen. Vor allem Bergab spürt Michael Kohlbrok jeden Schritt. Von den Sub 7 Stunden hat er sich schon längst verabschiedet, aber die 8 Stundenmarke ist noch in Reichweite. Doch der nächste 5 Kilometerabschnitt holt den Warburger auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Schmerzen werden immer schlimmer und an laufen ist kaum noch zu denken. Auf den geraden Passagen versucht Michael etwas zu laufen – aber ab hier wird der „Läufer“ eher zum „Walker“ - auch von den 8 Stunden kann er sich geistlich „trennen“.
Auf den letzten rund sieben Kilometern wird es dann extrem. Zu den Rückenschmerzen gesellt sich noch eine Blase am rechten Fuß. Jetzt mutiert schon das Gehen zur Qual und die letzten Kilometer werden ein einziger Kampf gegen die Meter. „Nicht aufgeben! Ich will ins Ziel nach Schmiedefeld“, mit diesen Gedanken überbrückt Michael alles und fängt noch mal 600m vor dem Ziel an zu laufen. Dann ist es geschafft! 8:48:25 Stunden hat der „Rennsteiger“ für seinen bisher längsten Ultralauf gebraucht. Fazit des Streakrunners: „Mein bisher schwerster Lauf und Emotionen wie bei einer Achterbahn. Ich habe zwar mein gestecktes Ziel nicht erreicht, aber eine Fortsetzung wird folgen.“

Foto(Selter): Ultraläufer Michael Kohlbrok zeigte sich hinter zufrieden mit seinem Abschneiden beim GutsMuths Rennsteiglauf 2008.